CBAM 2026 und Verbindungselemente: Warum europäische Einkäufer Stahlschrauben überdenken
Warum CBAM die Diskussion verändert
CBAM wurde entwickelt, um Carbon Leakage zu verhindern – also die Verlagerung der Produktion in Regionen mit weniger strengen Umweltauflagen, um EU-Kosten zu vermeiden. Importeure müssen nun den in bestimmten Waren enthaltenen CO₂-Fußabdruck deklarieren. Befestigungselemente selbst sind zwar nicht immer direkt betroffen, werden aber aus Materialien hergestellt, die es sind. Stahldraht stammt aus Stahlwerken, die unter CBAM fallen. Daher müssen Lieferanten von Befestigungselementen wissen, woher ihr Material stammt und wie es produziert wurde.
Für europäische Beschaffungsteams birgt dies neue Risiken. Werden die vorgelagerten CO₂-Kosten nicht dokumentiert oder sind die Unterlagen unvollständig, drohen Projekte Verzögerungen bei der Einhaltung von Vorschriften. Plötzlich ist die Frage „Wer hat den Stahl hergestellt?“ genauso wichtig wie die Frage „Was kostet die Schraube?“.
Was sich ändert, wenn man den Preis außer Acht lässt?
Schrauben aus Kohlenstoffstahl werden auch weiterhin Verwendung finden. Sie sind robust, preiswert und allgegenwärtig. Betrachtet man sie jedoch über einen Projektlebenszyklus von 25 Jahren, fallen einige Punkte auf:
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Die Korrosionsbeständigkeit hängt ausschließlich von den Beschichtungen ab. Wird diese Beschichtung während der Installation – was ständig vorkommt – beschädigt, beginnt Rost.
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Wenn Befestigungselemente versagen, ist der Austausch nicht nur eine Frage der Schraube. Es bedeutet Arbeitsaufwand, Gerätebedarf, Ausfallzeiten und oft auch Schäden an umliegenden Materialien.
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Jeder Austauschzyklus erhöht die Produktion, den Transportaufwand und den CO2-Fußabdruck des Projekts.
Die Schraube, die in der Anschaffung günstiger ist, kann sich langfristig als teurer erweisen. Diese Rechnung ändert sich zunehmend im Rahmen des CBAM-Ansatzes.

Was Käufer heute tatsächlich fragen
Wenn Sie heute an einer beliebigen europäischen Projektdiskussion teilnehmen, werden Sie andere Fragen hören als vor fünf Jahren:
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„Wie verhält sich dieses Befestigungselement bei Küstenexposition ohne Wartung?“
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Kann es ohne Vorbohren durch hochfesten Stahl bohren?
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„Wie hoch ist die zu erwartende Nutzungsdauer in dieser spezifischen Umgebung?“
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"Verfügen Sie über Testdaten zur Korrosion und Ermüdung?"
Hier geht es nicht um den Stückpreis, sondern um die langfristige Zuverlässigkeit. Und sie spiegeln einen Wandel wider: vom Kauf einzelner Komponenten hin zur Entwicklung von Verbindungen.
Wo Bimetall in dieses Bild passt
Bimetallschrauben spielen in diesen Diskussionen mittlerweile eine immer größere Rolle. Der Grund dafür ist einfach: Sie lösen den Zielkonflikt, den Kohlenstoffstahl und Edelstahl nicht bewältigen können.
Eine gehärtete Kohlenstoffstahlspitze bohrt schnell und sauber durch Baustahl. Keine Hitzeentwicklung, keine festsitzenden Schrauben, keine abgebrochenen Spitzen.
Ein Gehäuse aus Edelstahl widersteht Korrosion dort, wo es darauf ankommt – an exponierten Oberflächen – ohne auf Beschichtungen angewiesen zu sein, die verschleißen können.
Statt sich zwischen Bohrleistung und Langzeitbeständigkeit entscheiden zu müssen, erhält man beides. Für Solaranlagen, Metalldächer und Küsteninfrastruktur – Bereiche, in denen ein Austausch teuer und ein Ausfall sichtbar ist – ist diese Kombination entscheidend.

Was dies für Lieferanten bedeutet
Der Wandel bedeutet nicht, dass Kohlenstoffstahl verschwindet. Vielmehr werden Käufer wählerischer. Projekte, die eine Zuverlässigkeit von 25 Jahren erfordern, suchen nach Lösungen, die für diese Lebensdauer ausgelegt sind. Projekte mit kürzerer Laufzeit oder geringerem Risiko werden weiterhin Standardmaterialien verwenden.
Für Lieferanten ist die Schlussfolgerung eindeutig: Dokumentation ist entscheidend. Materialzertifikate, Prüfberichte, rückverfolgbare Chargen – das sind nicht nur Papierkram. Sie belegen, dass ein Verbindungselement die versprochene Leistung erbringt. Europäische Einkäufer wollen diese Nachweise zunehmend sehen, bevor sie eine Bestellung aufgeben.
Fazit
CBAM hatte nicht die Absicht, die Schraubenauswahl von Käufern grundlegend zu verändern. Doch indem der Fokus auf Materialherkunft und Lebenszyklusauswirkungen gelegt wird, verschiebt sich die Beschaffungslogik. Die billigste Schraube ist nicht mehr automatisch die erste Wahl. Schrauben, die sich sauber montieren lassen, jahrzehntelang halten und nie in Wartungsberichten auftauchen, erscheinen zunehmend als die bessere Investition. Für europäische Projekte, die auf Langlebigkeit ausgelegt sind, ist dies die Richtung, in die sich der Markt entwickelt.
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