Leave Your Message

Häufige Versagensarten von Verbindungselementen und bewährte Präventionsstrategien

2025-03-24

Primäre Ausfallarten und Lösungen

 

Bruch

Ursachen:

  1. Übermäßige Belastung, die die Streckgrenze des Verbindungselements übersteigt.

  2. Zyklische Belastung, die zu Ermüdungsrissen führt.

  3. Nicht erkannte Materialfehler bei minderwertigen Verbindungselementen.

Verhütung:

  1. Für Anwendungen, die hohe Belastungen erfordern, sollten hochfeste Werkstoffe (z. B. legierter Stahl der Güteklasse 8 oder 12.9) ausgewählt werden.

  2. Führen Sie eine Finite-Elemente-Analyse (FEA) durch, um Spannungskonzentrationen in Baugruppen zu identifizieren.

  3. Befestigungselemente von Lieferanten mit ISO 9001-Zertifizierung und Materialrückverfolgbarkeit beziehen.

 

Lockerung

Ursachen:

  1. Vibrationen oder dynamische Belastungen, die eine allmähliche Rotation hervorrufen.

  2. Thermische Ausdehnungs-/Kontraktionszyklen.

  3. Unzureichendes Anfangsdrehmoment bei der Montage.

Verhütung:

  1. Verwenden Sie mechanische Sicherungsmechanismen (z. B. Sicherungsmuttern mit Nyloneinsatz, Keilsicherungsscheiben).

  2. Für Vibrationsfestigkeit mittelfeste Schraubensicherungen (z. B. Loctite 243) verwenden.

  3. Setzen Sie kalibrierte Drehmomentschlüssel und digitale Drehmomentprüfsysteme ein.

 

Korrosion

Ursachen:

  1. Galvanische Reaktionen zwischen ungleichen Metallen (z. B. Stahl-Aluminium-Kontakt).

  2. Einwirkung von Feuchtigkeit, Salznebel oder Industriechemikalien.

  3. Abbau von Schutzbeschichtungen im Laufe der Zeit.

Verhütung:

  1. Es sollten korrosionsbeständige Werkstoffe verwendet werden (Edelstahl 316, Edelstahl A4 oder feuerverzinkter Stahl).

  2. Zwischen ungleichen Metallen werden dielektrische Barrieren (z. B. aus Duralac-Verbindung) eingesetzt.

  3. Für extreme Umgebungen sollten Sie Zink-Nickel-Beschichtungen oder Dacromet®-Beschichtungen in Betracht ziehen.

 

Gewindeabtrennung

Ursachen:

  1. Zu starkes Anziehen mit ungeeignetem Werkzeug (z. B. Schlagschrauber ohne Drehmomentkontrolle).

  2. Unterschiedliche Gewindenormen (metrisch vs. imperial).

  3. Mangelhafte Gewindequalität bei nicht konformen Verbindungselementen.

Verhütung:

  1. Verwenden Sie Gewindebolzen mit gerolltem Gewinde, die eine 20–30 % höhere Dauerfestigkeit aufweisen als Gewindebolzen mit geschnittenem Gewinde.

  2. Prüfen Sie die Gewinde bei Qualitätskontrollen mit Gut/Ausschuss-Lehren.

  3. Bei weichen Untergründen wie Aluminium sollten Gewindeeinsätze (z. B. Helicoil®) zur Verstärkung des Eingriffs eingesetzt werden.

3.24.2.jpg


Fallstudien: Praktische Erkenntnisse

 

Bolzenbruch bei Offshore-Windkraftanlagen

Ausgabe: Schrauben der Güteklasse 5 in Turbinenflanschverbindungen versagten vorzeitig aufgrund von Salzwasserkorrosion und zyklischer Belastung.
Lösung: Ersetzt durch Inconel 718-Schrauben mit HVOF-Wolframkarbidbeschichtung, wodurch eine Lebensdauer von 10 Jahren erreicht wird.

 

Ausfallzeiten der Automobilmontagelinie

AusgabeDurch Vibrationen lösten sich wichtige Motorbefestigungsschrauben, was zu einer Fehlausrichtung führte.
Lösung: Verwendung von Drehmomentmuttern nach DIN 985 in Kombination mit Ultraschall-Schraubenspannungsüberwachung, wodurch die Ausfallzeiten um 75 % reduziert werden.


Bewährte Verfahren für die Auswahl und Montage von Befestigungselementen

  • Materialverträglichkeit

    • Für Hochtemperaturumgebungen: Wählen Sie Edelstahl A286 oder Nickelbasislegierungen.

    • Chemische Belastung: Mit Hastelloy® oder PTFE beschichtete Befestigungselemente sind beständig gegen saure/alkalische Substanzen.

  • Gestaltungsüberlegungen

    • Vermeiden Sie scharfe Kanten in der Nähe von Befestigungskopfköpfen; abgerundete Übergänge reduzieren Spannungskonzentrationen.

    • Bei Verbundwerkstoffen sollten Schulterschrauben verwendet werden, um eine Delamination zu verhindern.

  • Installationsprotokolle

    • Beachten Sie die Drehmoment-Vorspannungs-Richtlinien der ISO 16047 für Schraubverbindungen.

    • Bei kritischen Anwendungen sollte die Genauigkeit der Klemmkraft durch Ultraschallprüfung überprüft werden.


Abschluss

Ein proaktives Befestigungsmanagement ist eine kosteneffiziente Strategie zur Minimierung von Betriebsrisiken. Durch die Abstimmung von Materialauswahl, Konstruktion und Montageverfahren auf die betrieblichen Anforderungen können Unternehmen die Ausfallraten deutlich senken. Regelmäßige Audits, die Zusammenarbeit mit Lieferanten und die Einhaltung internationaler Normen (z. B. ASTM, DIN) gewährleisten darüber hinaus langfristige Zuverlässigkeit.


Über uns

Bei Fasto steckt Zuverlässigkeit in jeder Schraube. Mit über zehn Jahren Erfahrung in der Herstellung von Confirmat- und Spezialbefestigungselementen bieten wir Lösungen gegen Korrosion, Materialermüdung und Lockerung. Ob Sie Standardgrößen oder anwendungsspezifische Beschichtungen und Geometrien benötigen – unser Team optimiert die Befestigungselemente für Ihre betrieblichen Anforderungen. Kontaktieren Sie uns unterinfo@fasto.cnFür maßgeschneiderte technische Beratung, Mengenrabatte oder eine Ausfallrisikobewertung – denn Vorbeugung beginnt mit dem richtigen Befestigungsmittel.