Bei manchen Schreiner- und Tischlerarbeiten sind große Furniere oder Dübel ungeeignet. Diese Befestigungsmittel wirken oft wie Keile in dünneren Holzstücken und verursachen so deren Spalten oder Risse. Selbst wenn sie nicht reißen, bleiben große Löcher zurück, die repariert und mit Holzkitt gefüllt werden müssen. Die gute Nachricht: Es gibt eine Alternative – einen unauffälligen, kompakten Nagler.
Nagelgeräte, auch Mikrotacker genannt, befestigen sehr dünne Drähte, die im Grunde genommen aus starkem Draht bestehen. Die Drähte sind übereinander angeordnet, ähnlich wie bei Nägeln, die in Sperrholz gesteckt werden, haben aber keine Köpfe. Dadurch kann man Topflappen mit dem Hammer bearbeiten, ohne sichtbare Löcher zu hinterlassen. Obwohl sie nicht besonders leistungsstark sind, können gute Nagelgeräte beim Dekorieren, bei Holzarbeiten und beim Basteln sehr hilfreich sein.
Bei Geräten, die so kleine Befestigungselemente verarbeiten, erfordert die Auswahl des besten Naglers umfassende Kenntnisse. Im Folgenden finden Sie die wichtigsten Informationen darüber, worauf Sie achten sollten und wie Sie einen Mikro-Nagler auswählen.
Es gibt zwei Arten von Naglern: Druckluftnagler und Akkunagler. Beide sind leistungsstark genug, um solch kleine Befestigungselemente einzutreiben, aber jede hat ihre Vor- und Nachteile.
Pneumatische Miniaturnagler verwenden Druckluft, um Nägel in Holz zu treiben. Die Geräte werden über einen langen, flexiblen Schlauch mit dem Kompressor verbunden. Beim Betätigen des Auslösers wird ein kleiner Luftstrom freigesetzt, der den Nagel in das Werkstück drückt. Ein Druckluftnagler funktioniert, solange er über einen Kompressor verfügt. Die Mobilität dieser Geräte hängt jedoch von der Qualität des Kompressors ab.
Akkubetriebene Nagler verwenden dieselben Befestigungselemente, nutzen aber die in einem Akku gespeicherte Energie, um starke Federn zu spannen. Nach Betätigung des Auslösers wird die Feder freigegeben und betätigt den Mechanismus, der den Stift austreibt. Diese Geräte sind sehr handlich, doch wenn der Akku leer ist, kann das Projekt unterbrochen werden.
Wie bei den meisten Befestigungsmitteln sind auch die vom Mikronagler verwendeten Stifte in verschiedenen Längen erhältlich. Die Stiftgrößen reichen von ⅜ Zoll bis 2 Zoll. Der Nagler ist für mehrere dieser Größen geeignet, sodass keine separaten Nagler für unterschiedliche Befestigungsmittellängen benötigt werden. Einige Nagler verfügen über eine einstellbare Nageltiefe, mit der der Benutzer die Nageltiefe anpassen kann.
Die Länge kann variieren, die Dicke der Nadeln bleibt jedoch immer gleich. Alle herkömmlichen Nadelpistolen verwenden 23-Gauge-Nadeln. Diese geringe Dicke und das Fehlen von Stiften ermöglichen Magazine mit hoher Kapazität, in manchen Modellen bis zu 200 Nadeln.
Obwohl die Nadeln klein sind, sind sie nicht ungefährlich. Da sie keinen Kopf haben, können sie die Haut leicht durchdringen. Aus diesem Grund statten Hersteller ihre Nagler mit Sicherheitsvorrichtungen aus, um versehentliche Treffer zu verhindern.
Manche Nagelpistolen verfügen über eine Sicherheitsvorrichtung an der Vorderseite. Die Nase muss gegen die Oberfläche gedrückt werden, damit der Benutzer den Abzug betätigen kann. Andere haben zwei Abzüge, die separat betätigt werden müssen, um den Nagel auszulösen.
Die Hersteller haben diese kleinen Halter auch mit Sicherheitsfunktionen ausgestattet. Der Leerschussmechanismus deaktiviert die Auslösefunktion des Naglers, sobald die Nägel ausgehen, und verhindert so eine unnötige Verkürzung der Gerätelebensdauer.
Im Vergleich zu anderen Naglern wie Rahmen- oder Ausbaunaglern sind Nadelnagler zweifellos die leichtesten. Druckluftnagler sind jedoch in der Regel am leichtesten (meist nur etwa 900 Gramm). Ein akkubetriebener Tacker wiegt zwei- bis dreimal so viel, was für manche Heimwerker ein wichtiger Faktor sein kann. Für gelegentliche Nutzung oder den Einsatz in der Werkstatt ist das Gewicht jedoch nicht unbedingt ausschlaggebend.
Auch die Ergonomie spielt eine entscheidende Rolle. Die wiederholte Verwendung eines Werkzeugs kann für den Anwender ermüdend sein. Gummigriffe, werkzeuglose Tiefeneinstellung und sogar eine gezielte Luftzufuhr machen die Arbeit mit dem Nagler daher angenehmer.
Es gibt einige zusätzliche Funktionen, die einen Miniaturnagler attraktiver machen als einen anderen. Manche verfügen über spezielle „No-Mar“-Beschichtungen und verwenden spezielle Polymere, um Kratzer oder Dellen auf der Arbeitsfläche zu vermeiden. Andere haben sehr schmale Spitzen, die es dem Anwender ermöglichen, die Spitze des Naglers auch in engsten Zwischenräumen präzise zu positionieren.
Außerdem könnte sich die Anschaffung einer Transporttasche für das Nagelgerät lohnen, um es zu schützen und leichter aufbewahren zu können. Vergessen Sie nicht, eine Schutzbrille mitzunehmen, da diese beim Arbeiten mit Elektrowerkzeugen, insbesondere mit einem Nagelgerät, unerlässlich ist.
Veröffentlichungsdatum: 18. November 2022







