Sie suchen Befestigungselemente für eine Stahlkonstruktion oder eine schwere Baumaschine. Ihre erste Frage lautet fast immer: „Welche Note hat es?“
Ob 8,8, 10,9 oder A4 – Sie erhalten ein Datenblatt mit der richtigen Nummer und haben das Gefühl, die Aufgabe sei erledigt.
Doch die Realität vor Ort sieht oft anders aus. Zwei Lieferungen, beide mit der Festigkeitsklasse 10.9 gekennzeichnet, können sich beim Anziehen mit Drehmomentschlüsseln sehr unterschiedlich verhalten. Die eine lässt sich problemlos und gemäß Vorgabe festziehen. Die andere hingegen fühlt sich ungleichmäßig an – oder zeigt Monate später erste Anzeichen von Korrosion oder eine lockere Verbindung.
Die Güteklasse führte zur Zulassung des Befestigungselements. Sie garantierte jedoch nicht die Leistung.
Diese Diskrepanz zwischen den Zahlen auf dem Papier und dem tatsächlichen Verhalten in der Praxis ist der Punkt, an dem Verzögerungen, Nacharbeiten und Streitigkeiten üblicherweise ihren Anfang nehmen.